Szegendiner Krautfleisch

Szegediner Krautfleisch oder Felgeaufschwung auf dem Reck

Zubereitungsdauer: ca. 90 Min. (inkl. Kochzeit)
 
für 4 Personen
Schwierigkeitsgrad: leicht
Zutaten
700 g Schweineschulter
2 Zwiebel
Öl zum Braten
1 El Paprikapulver
1 El Tomatenmark
1 Tl Kümmel, gemahlen
Salz, Pfeffer
400 – 500 g Sauerkraut
150 ml Rotwein
300 ml Wasser oder Gemüsebrühe
3 El Sauerrahm
1 Tl Maisstärke
frischer Sauerrahm und Petersilie zum Garnieren
Spezielles Equipment
Keines
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Szegediner Krautfleisch oder Felgeaufschwung auf dem Reck

 

Fast sind wir durch, der November schreitet voran. Der Dauerlauf durch das Jahr 2020 hat uns – auch körperlich – erschöpft. Ein bisschen dauert es aber noch und wir fragen uns, ob der bald durch die Straßen wabernde Geruch von Vanillekipferl uns versöhnlich stimmen kann. Was auch immer kommen mag, wir wissen nun, dass wir durchaus zäh sein können, anpassungsfähig und uns sogar zu einer Art Marathonläufer entwickeln. Es hat uns aber auch blicken lassen – in unser Spiegelbild und vielleicht ist auch die eine oder andere Frage aufgetaucht, vor der wir bisher, auch sehr erfolgreich, davon gelaufen sind. Sind wir zufrieden mit unserem Leben? Wollen wir so weitermachen? Was macht mich zufrieden, was kann weg? Und warum ist mir kein einziges Mal in meinem Leben der Felgeaufschwung am Reck gelungen? Ist an der Zeit für neue Ziele oder halten wir an alten fest?

 

Ich muss plötzlich an meine Schulzeit denken, die inzwischen Jahrzehnte zurück liegt und die Niederlage am Reck, die trotz allen Probierens und durchaus sportlichen Ambitionen im damaligen Alter, nicht zu gelingen vermochte. Nicht mit Tricks, guten Ratschlägen, noch mehr Training. Es war keine Frage der Kraft – die war da. Es war die undefinierte Angst vor der Rückwärtsrolle, die mich vor dem Überschlag zurück hielt. Irgendwann gab ich auf. Und plötzlich frage ich mich, ob ich die eine oder andere Sache nicht doch angehen sollte. Nicht, dass meine Träume zum Felgeaufschwung meines Lebens werden. Und während ich umstürzerische Gedanken hege, essen wir unser feines Szegediner Gulasch, das langsam vor sich geköchelt, am besten nochmals 24 Stunden Ruhezeit hatte und uns mit dem vielen Vitamin C neue Kräfte verleiht.

Zubereitung

1. Gulaschfleisch in mundgerechte Würfel schneiden und in einer Schüssel mit Salz, Pfeffer, Öl und Paprikapulver verrühren. Das Fleisch ein paar Minuten ziehen lassen.

 

2. Inzwischen die Zwiebel fein schneiden und in etwas Öl schmurgeln lassen. Tomatenmark zugeben – kurz mitrösten.

 

3. Das Fleisch zugeben und alles kräftig anrösten. Mit Rotwein ablöschen und kurz reduzieren lasen. Mit Wasser oder Brühe aufgießen.

 

4. Das Sauerkraut zugeben und alles mit geschlossenem Deckel auf sehr kleiner Flamme mindestens eine Stunde dünsten.

 

5. Sauerrahm mit Maisstärke verrühren. Und kurz vor Ende der Garzeit unterrühren.

 

6. Mit einem Klecks frischen Sauerrahm und Petersilie genießen.

Tipp

Unser Szegediner Krautfleisch mögen wir gerne mit schlichten, gekochten Erdäpfeln (Kartoffeln).

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3 Comments
  • Das Mädel vom Land

    21. November 2020at17:06 Antworten

    Ich liebäugle ja schon lange mit einer vegetarischen Version vom Szegediner Gulasch, das sollte ich jetzt tatsächlich einmal umsetzen – die Sauerkrautmuffel in meinem Haushalt ignoriere ich einfach!
    Bezüglich Felgeaufschwung macht mir mehr zu schaffen, dass ich ihn NICHT mehr kann – jaja, die Jahre gehen halt doch nicht spurlos an uns vorbei 😉 Dafür konnte ich nie ein Rad schlagen – du doch bestimmt!?
    Alles Liebe!

    • Eva

      22. November 2020at5:51 Antworten

      Eine vegetarische Version klingt sehr gut, da bin ich gespannt. Nicht ein einziges Mal hab ich ein Rad zusammengebracht. Ich habe es tatsächlich nicht so mit Überschlägen … alles Liebe

  • GRAFFITIARTIST Österreich

    25. November 2020at9:23 Antworten

    Hallo. Das sieht ja wahnsinnig gut aus!
    Wird nachgemacht.
    Lieben Gruß,
    Christoph

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