Einsichten von Kathrin im Februar

Möge das Nein mit dir sein!

»Kinderzimmer aufräumen, Schlafanzüge anziehen, Zähnchen schrubben, Gute-Nacht-Geschichte vorlesen und in die Betten schlüpfen.« So klingt meine Standardantwort auf die allabendliche Frage des niemals müden Nachwuchses, wenn er sich nach dem Essen erkundigt, was denn jetzt noch auf dem Plan steht. Dabei kennen sie die Antwort. Sie variiert nur selten. Und ich kenne ihre Reaktion. Zuverlässig folgt auf diese zugegeben wenig glamouröse Ansage ein mauliges Duett, gefolgt von einer scharfen Tirade vehementer Neins. Nein zum Aufräumen, Umziehen und Zähneputzen. Manchmal sogar zur Gute Nacht-Geschichte, wenn sie sich zu sehr in ihre Neins verrennen. Sobald sie ihren Fauxpas bemerken, rudern sie freilich zurück, zumindest was das Vorlesen betrifft. Das Nein zu meinen Ansagen, die Ablehnung der abendlichen Routine bleibt. Erziehungsratgeber hatten mir einst versichert, Kinder fühlen sich in vertrauten Abläufen geborgen und Rituale führen abends souverän über den neuralgischen Punkt hinweg, wenn das Loslassen des Tages Schwierigkeiten bereitet. In der Realität aber formiert sich lediglich handfester Widerstand, den man mir energisch in Begleitung einiger Spielzeugautos vor die Füße knallt.

 

 

Dies ist ein geschützter Beitrag. Bitte melde Dich an, um ihn anzusehen.

 

Falls Du noch kein Mitglied bist, kannst Du dich → hier registrieren

 

Blogheim.at Logo