Herzerwärmender Frühlingssalat

Die Beschwingtheit nach einem langen Spaziergang im Frühling

Die Luft riecht endlich wieder frisch, fast leichter. Der Waldboden trocknet erstmals seit dem Winter etwas auf. Das schönste jedoch ist das Suchspiel für die Augen. Da und dort blitzen die ersten grünen Sprossen der Frühblüher durch. Tränen stehen mir in den Augen, erstens weil mich die Sonne auf der Nasenspitze kitzelt und zweitens, weil diese kleinen Gräser und Blümchen meine Hoffnungsschimmer sind. Seit Jahren plagen mich schwere Rückenschmerzen. Nach allen möglichen Untersuchungen in Röhren, Röntgen und Bluttest stand ich weinend vor meinem Arzt und dieser diagnostizierte mir, dass ich kerngesund war. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich nicht länger als fünf Minuten aufrecht stehen, ohne eine Pause im sitzen machen zu müssen. Mein Privatleben war sportlich zum Erliegen gekommen und ich musste mich immer mehr aus unseren Familienaktivitäten ausklinken. Eine dumpfe Decke Schnee legte sich über mein Leben.

 

Der 15. März 2020 lässt mich fassungslos zurück. Wir mussten zuhause bleiben, durften unsere liebsten Menschen nicht mehr treffen und die Menschheit stand einer unsichtbaren, tödlichen Gefahr gegenüber. Mein Rücken verspannte sich noch intensiver als jemals zuvor. 

„Doch plötzlich öffnete der Himmel seine Pforten und ließ über Wochen nur noch die Sonne strahlen.“

 

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